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Versicherungen, die Sie sich sparen können:
Bislang schon war die Kfz-Insassenunfallversicherung
weitgehend überflüssig. Eine Gesetzesänderung
macht sie endgültig verzichtbar.


Versicherungsvertreter verkaufen diese Police gern: Ist der Antrag für Haftpflicht- und Kaskopolice des neuen Autos unter Dach und Fach, kommt die obligatorische Frage nach der Insassenunfallversicherung. Nein, niemand will natürlich, dass irgendjemand seiner Mitfahrer nach einem Unfall leer ausgeht. Kostet ja nicht viel, beruhigt der Vertreter. Unter dem Strich schon: 60 bis gut 120 Euro im Jahr zum Beispiel bei Marktführer Allianz. Ergibt im Laufe eines Autofahrerlebens eine hübsche Summe für einen überflüssigen Schutz. Das Geld kann man sich völlig sparen oder in sinnvollen Versicherungsschutz stecken.

Zum Verständnis: Früher war es so, dass eine gewisse Lücke im Versicherungsschutz bestand, wenn es keinen Unfallschuldigen gab. Das war zum Beispiel nach einem Reifenplatzer der Fall; im Versicherungsdeutsch ist dies ein unabwendbares Ereignis. Wer als Beifahrer in einem solchen Auto zu Schaden kam, konnte keine Ansprüche gegen die Autohaftpflicht geltend machen. Schmerzensgeld gab es auf keinen Fall, eine Rente nur dann, wenn man sich auf dem Weg zur Arbeit befand, aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Für Arzt- oder Krankenhauskosten musste die eigene Krankenkasse aufkommen. Exakt dieses Szenario wurde beim Verkauf der Policen gerne bemüht, obwohl es nur in einem Bruchteil aller Unfälle keinen Schuldigen gibt.

Seit August 2002 gilt jedoch das neue Straßenverkehrsgesetz. Und damit sind Pkw-Insassen bei Schäden auch dann abgesichert, wenn nach einem Unfall kein Schuldiger festgestellt werden kann. Denn durch die Gesetzesänderung muss die Autohaftpflicht jetzt auch ohne Schuld des Fahrers zahlen. Damit wird der Insassenunfallversicherung - noch immer gibt es rund fünf Millionen Verträge mit jährlichen Beitragszahlungen von rund 200 Millionen Euro - der Boden entzogen.

Eine einzige Ausnahme gilt noch immer: Der Fahrer kann bei Unfällen, die er selbst verursacht hat, keine Ansprüche gegen die Kfz-Haftpflichtversicherung richten. Eine Haftungslücke kann zudem dann entstehen, wenn ein Fahrradfahrer oder Fußgänger einen Unfall verschuldet und nicht über eine Private Haftpflichtversicherung verfügt. Immerhin fehlt noch rund 35 Prozent aller Haushalte dieser wichtige Schutz. Dann müssen die Geschädigten befürchten, dass der Unfallverursacher für den von ihnen angerichteten Schaden nicht voll geradestehen kann.

Sinnvoll ist es deshalb, eine allgemeine Unfallversicherung abzuschließen. Nicht nur Autounfälle sind dann abgesichert, sondern jedes Unglück, egal wo es sich ereignet - zum Beispiel in der Freizeit beim Sport. Unfallversicherungen bieten einen besseren Schutz, das ist wichtig vor allem bei Invalidität. Rund 100.000 Euro Versicherungssumme, vereinbart mit einer so genannten Progression von 300 Prozent im Fall der Invalidität, ergeben dann eine Entschädigungssumme von 300.000 Euro. Eine solche Police kostet bei einem günstigen Anbieter rund 100 Euro im Jahr.

Wichtig ist die Unfallversicherung für Kinder, denn im Falles eines Falles müssen sie lebenslang von ihren Eltern versorgt werden. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz gilt nämlich nicht in der Freizeit, sondern nur bei Unfällen in Schule oder Kindergarten oder auf dem Weg dorthin (oder zurück nach Hause). Deshalb ist eine private Absicherung sinnvoll. Günstige Policen kosten um die 50 Euro im Jahr.

Mit zunehmenden Alter, Vermögen und Ansprüchen an die Sozialversicherung wird die Unfallpolice immer weniger wichtig. Deshalb auf keinen Fall Unfallversicherung mit Dynamik abschließen. Unsinn sind Policen mit Beitragsrückzahlung am Vertragsende. Den hohen Prämienaufschlag steckt man besser in eine andere Geldanlage.

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